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Wenn Du das Bedürfnis hast, so richtig auf Deine Ex- oder unerreichte Traumfrau zu schimpfen, dann schnapp Dir Deine beste Freundin, schließ die Tür und raus damit! Gemeinsam mit einer Vertrauten kannst Du Dich austoben, bis es Dir besser geht.
Vor allen anderen haben Hasstiraden aber nichts zu suchen. Erstens wirst Du damit keine Besserung Deiner Situation herbeiführen, sondern alles verkomplizieren, da Dein Liebeskummer langfristig das Thema Nummer 1 bleiben wird. Im schlimmsten Fall setzt Du Freundschaften aufs Spiel, indem Du gemeinsame Freunde zwingst, entweder für Dich oder „sie“ Partei zu ergreifen. Eine freundschaftliche Beziehung zu Deiner Angebeteten kannst Du dann sowieso knicken. Außerdem ist ein geifernder Drache kein angenehmer Zeitgenosse…
Ein Sprichwort besagt, dass sich auf toten Pferden nicht reiten lässt. Vorbei ist vorbei. Nein heißt auch übermorgen noch Nein. Sich unnötige Hoffnungen zu machen, ist für keinen von Euch beiden angenehm. Der erste Schritt zur Heilung von Liebeskummer ist, zu akzeptieren, dass Schluss ist. Gefühle lassen sich nicht erzwingen, Du kannst niemanden dazu bringen, Dich zu lieben, und das ist auch gut so.
Hilft nie. Solange Du gedanklich noch bei der Anderen festhängst, wirst Du Dich auf die Neue nicht so einlassen können, wie es für eine erfüllende Begegnung notwendig wäre. Außerdem hat niemand es verdient, als Lückenfüller missbraucht oder ständig mit „ihr“ verglichen zu werden.
Du kennst das. Du hörst Dir den gleichen Song wieder und wieder an, der Berg vollgeweinter Taschentücher wächst, Du badest in Erinnerungen und am liebsten würdest Du zerfließen. Na? Fühlst Du Dich besser? Wenn nicht, solltest Du unbedingt damit aufhören! Hör Dir nur noch Musik an, die Dich aufrichtet und bestärkt.
Es gibt eine Menge Varianten, wie Schreiben Dir helfen kann, Liebeskummer zu überwinden. Schreib einen Brief an „sie“ oder, noch besser, an Dich selbst! Wichtig ist, dass Du Dich schon vor dem Schreiben darauf festlegst, Deinen Brief NIEMALS abzuschicken. Eine Woche später würdest Du das bitter bereuen. Was da drin steht, geht nur Dich etwas an. Vielleicht erhälst Du dadurch hilfreiche Erkenntnisse über Dich, Deine Ängste und Bedürfnisse.
Du kannst sogar ein kleines Ritual daraus machen. Schreib auf, was immer Dich belastet. Und dann verbrenn den Wisch. Feierlich bei einem Glas Wein über einer Kerze. Oder während Du nackt um ein Lagerfeuer tanzt – völlig egal. Hinterher wird es Dir besser gehen.
Gemeinsame Fotos? Hinfort, in den hinterletzten Schuhkarton. Oder gleich in den Papierkorb. Was immer Dich an „sie“ erinnert und Dich traurig macht, muss zuerst mal raus aus Deinem Sichtfeld. Später, wenn es Dir wieder besser geht, kannst Du ganz rational aussortieren.
Es ist befreiend, die Wohnung umzudekorieren, andere Eindrücke zu schaffen und neue Farben in Dein Leben zu lassen. Das wird Dir helfen, nach vorn zu sehen und das Leben wieder (selbst)bewusst in die Hand zu nehmen.
Bewegung an der frischen Luft sorgt für klare Gedanken und Glückshormone, die Du jetzt gut gebrauchen kannst. Und es bleibt das erbauende Gefühl, sich selbst etwas Gutes getan zu haben.
Gutes, gesundes Essen ist nicht nur Wellness für Leib und Seele, es lenkt Dich auch von trübsinnigen Gedanken ab. Du kannst Freunde einladen, es tut aber ebenso gut, für sich allein einzukaufen und zu kochen. Hab keine Scheu, die Speisen anzurichten, als serviertest Du sie in einem Sternerestaurant – nur für Dich. So ein Akt von Selbstwertschätzung ist ein wirksames Mittel gegen Liebeskummer und die damit verbundenen Komplexe.
Am besten, Du probierst ein Rezept, das fern Deiner Gewohnheiten liegt. (Hast Du zum Beispiel schon Mal eine vegane Seidentofu-Schokoladen-Moussee gemacht? Yummy!)
Ausgehen, neue Bekanntschaften knüpfen, was mit Freunden unternehmen. Mag sein, dass dies das Letzte ist, worauf Du gerade Lust hast. Lass Dich trotzdem dazu überreden. Es ist nicht nur eine willkommene Ablenkung, Du wirst Dich außerdem lebendiger fühlen, wenn Du spürst, dass es da noch mehr Menschen gibt als „sie“ und Dich. Probleme, die viel größer sind als Deine. Wunderbare Dinge, Begegnungen, Erlebnisse, die das Leben viel zu schön machen, um es sich von Liebeskummer grau malen zu lassen.
Einfach raus. Den Kopf frei bekommen, Erholung finden an einem Ort, fern von allem was Dich an „sie“ erinnert. Reisen vereint viele Vorzüge – Du übernimmst Verantwortung für Dich, folgst Deinen eigenen Bedürfnissen und bist viel zu beschäftigt, um Dir über etwas wie Liebeskummer den Kopf zu zerbrechen. Es gibt einen Ort, den Du schon lang sehen wolltest? Eine Kultur, die Dich ewig fasziniert? Dann ist jetzt der beste Zeitpunkt, Dich auf Die Socken zu machen.
Wenn eine Karibikkreuzfahrt gerade nicht im Budget liegt, kannst Du Verwandte oder Freunde besuchen, die weit entfernt leben. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass Du von vertrauten Menschen umgeben bist, die Du sonst viel zu selten siehst.
Ablenkung vom eigenen Leid ist fürs Erste gut. Damit Wunden heilen können, braucht es Zeit, in der Du sie möglichst wenig berührst.
Viel sinnvoller ist es aber, eine Immunität gegen Liebeskummer und Eifersucht zu entwickeln. Selbstbewusstsein und -liebe sind die wirksamsten Antikörper. Der Schmerz nährt sich oft aus dem Gefühl, nicht geliebt zu werden, ersetzbar oder nicht gut genug zu sein. Wenn Du ehrlich bist, haben Dich Verlustängste vielleicht schon lange vor der Trennung von Deiner Partnerin geplagt. Umso schwerer ist es jetzt, damit fertig zu werden.
Solange Du den Grund für Deine Misere in „ihr“ siehst, kannst Du nichts dagegen tun. Nur warten, bis es nachlässt. Denn einen anderen Menschen ändern, damit es Dir besser geht – das funktioniert nicht.
Wenn Du Selbstsicherheit und Stabilität möchtest, verabschiede Dich von Deinen Ängsten. Anstatt die Erfüllung Deiner Wünsche bei anderen zu suchen, musst Du zuerst Dein bester Partner werden. Suchst Du die Bestätigung, liebenswert zu sein, ständig bei Anderen, wirst Du immer wieder enttäuscht werden und kannst Dir diesen Artikel als To Do Liste über’s Bett hängen.
Die Liebe, die Du in Dir hast, kann Dir keiner nehmen. An den Wert, den Du Dir selbst beimisst, kann niemand sonst Bedingungen stellen. Das ist das ganze Geheimnis.
Was du aus Liebschaften lernen kannst.
Welche Tipps hast DU gegen Liebeskummer auf Lager? Wann warst Du das letzte Mal unglücklich verliebt? Wir sind gespannt auf Deinen Erfahrungsschatz!
]]>Das letzte halbe Jahr, die Zeit nach der Trennung, war eine einzige Durststrecke. Ich habe sie vermisst, ich habe unsere Nähe vermisst, unsere Gespräche, unsere Berührungen, unseren Sex. Vieles in mir war plötzlich ganz leer. Was diese Zeit aber außerdem war, war eine Zeit voller neuer Erfahrungen. Ich entfernte mich von mir, war nicht ich selbst. Ich hatte keine Ahnung mehr, wer ich eigentlich war oder wer ich sein wollte. Es gab Dates und Liebschaften, die mich von meinem Kummer ablenkten, es gab unerwartete Begegnungen und es entstanden neue Freundschaften. Jede von ihnen war mir eine Lehrstunde und hat mich auf meinem langen, weiß Gott noch nicht beendeten, Weg zu mir selbst begleitet.
Lektion W.
Es war ein Freitag im Frühsommer, die Trennung lag noch nicht länger als eine Woche zurück. Es war der Tag, an dem ich der Frau, mit der ich mein Leben hätte verbringen wollen, zum vorerst letzten Mal begegnet bin. Es war ein grauer Tag, der Regen fiel in regelmäßigen Schauern, so als fühle das Wetter meinen Schmerz und wolle sich mit meiner Niedergeschlagenheit solidarisieren.
Völlig durchnässt kam ich am späten Nachmittag nach Hause von diesem letzten Aufeinandertreffen, einem verzweifelten Versuch, die Räder des Schicksals wieder in die richtige Richtung zu drehen und die Trennung ungeschehen zu machen. Er war gescheitert.
Ich wohne in einer Studenten-WG gemeinsam mit zwei jungen Männern, von denen sich einer zu einem meiner besten Freunde entwickelt hat. Wir stehen uns sehr nah und nur wenige Personen wissen so viel von mir wie er. Um mich von meinem Kummer abzulenken, hatte er während meiner Abwesenheit einen kleinen Umtrunk mit ein paar gemeinsamen Freunden und Bekannten organisiert. Anfangs war mir überhaupt nicht danach. Allein die Vorstellung an lachende Gesichter und lustige Unterhaltungen ließ Übelkeit in mir hochkommen. Am liebsten wollte ich zu Hause bleiben und mich in meinem Bett verkriechen. Das wollte mein Mitbewohner jedoch nicht zulassen. „Gut so“, denke ich im Nachhinein. Denn was, außer Selbstmitleid und Tränen, hätte mich im Bett schon erwartet?
Der Abend entwickelte sich unerwartet gut. Wir saßen in der Wohnung eines Bekannten, W., hörten Musik, quatschten, nahmen den ein oder anderen Drink. Gut, einige Drinks. Die anderen waren ziemlich bald ziemlich betrunken. Ich ebenso. Das Vergessen tat gut. Irgendwann entschieden wir, die laue Sommernacht zu nutzen und noch zum Hafen hinunterzugehen. Einer meiner Lieblingsorte in meiner Stadt.
Und dann küsste ich W. Bereits auf dem Weg runter zum Hafen suchten wir Körperkontakt zueinander, flüsterten uns gegenseitig Dinge ins Ohr. Unsere Freunde taten höflicherweise, als bekamen sie von alldem nichts mit. Es kam nicht plötzlich, den ganzen Abend schon hatten wir miteinander geflirtet und hier und da eindeutige Bemerkungen eingestreut. Aus einem Kuss wurden viele und ehe ich mich versah, lag seine Hand auf meinem Oberschenkel und wir überlegten, wie wir die anderen loswerden könnten. Dass wir die Nacht gemeinsam verbringen würden, ganz unverbindlich und frei, einfach um Nähe zu spüren, Leidenschaft oder was auch immer, war schon lange entschieden. Unsere Freunde hatten die Zeichen gedeutet und packten nach unserer Rückkehr in W.s Wohnung eilig ihre Sachen zusammen. Und dann waren wir zu zweit, nur W. und ich.
Es war mein erstes Mal mit einem Mann und wird wohl auch das letzte sein. Ich weiß im Rückblick nicht genau, was mich dazu verleitet hat. Ich war verletzt vom letzten Aufeinandertreffen mit meiner Ex-Freundin. Vermutlich wollte ich irgendetwas spüren, während ich hilflos mitansehen musste, wie etwas in mir erstarrte. Viel gebracht hat es mir nicht. Ich weiß noch, wie ich nach dem Sex neben W. lag und nicht anders konnte, als über sie zu reden.
Was ich aus diesem einmaligen Erlebnis mit W. gelernt habe? Ich stehe absolut nicht auf Männer. Das wusste ich jedoch auch schon vorher sicher, den empirischen Beweis hätte ich tatsächlich nicht gebraucht. Die noch sehr viel wichtigere Lektion für mich war folgende: kalter und unpersönlicher Sex zieht mich herunter, wenn ich ohnehin bereits am Boden liege. Er macht mich leerer als ich bin und lässt die Sehnsucht nach ihrer Liebe zu einem Monster werden, das mich nach und nach auffrisst.
Mit W. bin ich noch immer lose befreundet. Die gemeinsame Nacht haben wir aber nicht wieder angesprochen.
Lektion I.
Es war im August. Einen Monat lang war ich nun schon ohne sie. Ein paar Tage zuvor hatte ich mit den Mädels von Lesbian Chic und einer guten Freundin den Hamburger CSD gefeiert, um von dort aus endlich mal wieder dem nachzugehen, was ich am meisten liebe: dem Reisen. Ein Fernbus brachte mich von Hamburg nach Prag, wo ich mein Osteuropa-Abenteuer starten wollte. Alleine, nur begleitet von meinem Rucksack und immenser Vorfreude.
Ich blieb fünf Tage in Prag, bevor es mich weiterzog. Bereits am zweiten Tag lernte ich I. kennen. Unser Kennenlernen gestaltete sich auf filmreife Weise. Da waren ich, die Reisende aus Deutschland, und sie, die tschechische Studentin mit ziemlich großem Mut. Den ganzen Tag lang war ich durch die Stadt gelaufen: durch die historische Prager Altstadt, an der Moldau entlang und hoch zum Schloss. Am frühen Abend, die Füße taten mir weh, beschloss ich, mich langsam auf den langen Rückweg zu meinem Hostel zu machen. Ich kam abermals am Fluss vorbei und hörte Musik. Schlechte Musik zwar, irgendetwas zwischen Techno und Metal, aber neugierig wurde ich dennoch. Ich wusste, dass gerade Pride-Time war und der CSD in Prag in ein wenigen Tagen stattfinden würde. Die Musik kam aus Richtung des Pride-Village, das sich auf einer kleinen Insel inmitten der Moldau befand. Eine Band hatte gerade ihren Soundcheck für das Eröffnungskonzert, welches am selben Abend stattfinden sollte. „Cool“, dachte ich, während ich mich auf der Insel umschaute. Ich beschloss, zu meinem Hostel zurückzukehren, mich etwas frisch zu machen und dann zu Beginn des Konzertes zurückzukehren. Wer wusste, wen man da treffen könnte.
Gedacht, getan. Ich überquerte eine lange Brücke in Richtung Stadtkern. Gerade als ich an ihrem Ende angekommen war, tauchte neben mir das nach Atem ringende Gesicht einer hübschen jungen Frau auf. Sie musste gesprintet sein. Aus ihrem Mund sprudelten ein paar tschechische Worte, mir, dieser wunderschönen Sprache leider nicht mächtig, unverständlich. „Ähm, English please!“, antwortete ich. Sie wirkte geschockt, als hätte sie nicht mit der Möglichkeit gerechnet, eine Ausländerin vor sich zu haben. Dann kamen ein paar unsichere Worte auf Englisch. Sie lud mich auf einen Kaffee ein. Etwas perplex sagte ich zu. Kuriose Geschichten hatte ich zwar schon einige erlebt, aber eine völlig Fremde, die mir in einer fremden Stadt auf einer Brücke hinterherrannte, das hatte schon einiges an Seltenheitswert.
Wir gingen los und ein intensives Gespräch nahm seinen Lauf. Ich erfuhr einiges über sie, sie über mich. Wir verstanden uns gut. Schnell hatte ich den Gedanken verworfen, vor Konzertbeginn noch einmal zum Hostel zurückzukehren. Stattdessen trafen wir die Entscheidung, gemeinsam hinzugehen. Vom Konzert selbst bekamen wir nicht allzu viel mit. Stattdessen saßen wir nah am Ufer und ließen die Seele baumeln, redeten weiter. Bis irgendwann eines zum anderen kam und wir uns küssten. Am Anfang wollte alles in mir zurückschrecken und ich fühlte mich, als würde ich jemanden betrügen. I. war die erste Frau, die ich nach dem Ende meiner Beziehung geküsst habe, und so kam es, dass meine Gedanken abermals ganz bei meiner Ex waren. „Ich will nicht irgendeine“, dachte ich, „sondern sie“. Noch immer. Und doch küsste ich weiter. Denn außer der Schuldgefühle meiner Ex gegenüber kam da noch etwas anderes zum Vorschein. Trotz. Eine gewisse Genugtuung darüber, dass ich meine Ex nicht brauchte, ich noch von anderen Frauen begehrt wurde.
Machte mich das zu einem Arschloch I. gegenüber? Ich denke nicht. Sie wusste, worauf sie sich einließ, dass diese Frau aus Deutschland nur wenige Tage bleiben würde. Das sagte sie mir auch, wir waren völlig offen. Und wir hatten eine tolle Zeit, verbrachten auch die folgenden Tage miteinander. Sie zeigte mir die schönsten Ecken Prags, wir hatten Spaß. Der Abschied war traurig, ich mochte sie. Kontakt haben wir noch immer und ich denke, wir sehen uns eines Tages wieder. Ich bin ihr dankbar für das, was sie mich gelehrt hat. Dass es sich nicht lohnt, in der Vergangenheit mit meiner Ex zu leben, sondern da noch sehr viel mehr im Leben ist. Danke für deine Nähe und andauernde Freundschaft, I.
Lektion K. die Erste
K. war nichts besonders. Ein Tinder-Match, mit dem mich nicht mehr verband als die Mitgliedschaft an der selben Universität. Wir waren mehrmals verabredet, haben uns aber nie getroffen. Sie sagte jedes Mal kurz vor knapp ab. Mal hatte sie angeblich eine wichtige Verabredung verschwitzt, mal musste sie von einer Sekunde auf die nächste eine Freundin mit dringendem Liebeskummer trösten. Die Ausreden wurden immer abstruser. Was sie aber nicht davon abhielt, mir mitten in der Nacht, um drei Uhr morgens, Sprachnachrichten zu schicken, um mich zu fragen, ob ich nicht noch zu ihr kommen wolle. Auf dieses Verhalten hatte ich irgendwann keine Lust mehr. Sie schien mich für verfügbar zu halten, wann immer es ihr passte. Doch das bin ich nicht. Nun war ich es, die auf ihre halbherzigen Verabredungsversuche nicht länger einging. Daraus habe ich immerhin eines gelernt: ich lebe nicht, um anderen zur Verfügung zu stehen. Ich bin kein Lückenfüller. Und Menschen, die das von mir erwarten, sind es nicht wert.
Lektion K. die Zweite
K. ist eine Freundin von K. Das wusste ich aber noch nicht, als ich K. kennenlernte. Auch K. lernte ich über Tinder kennen. Wir waren ein Match, allerdings hätte ich ihr wohl nicht geschrieben, wenn sie es nicht getan hätte. Was entstand, waren tolle Gespräche, wunderschöne Treffen und eine neue Sicht auf die Frauenwelt. Seit einem halben Jahr war ich zu diesem Zeitpunkt ohne meine Ex-Freundin. Die Gefühle für sie unvermindert da. Was K. mich jedoch lehrte: es gab noch andere tolle Frauen außer meiner Ex. K. zum Beispiel.
Nach einem mehrwöchigen feurigen Tête-á-tête verließ K. unsere Stadt, um ein Auslandsemester zu beginnen. Glücklicherweise, bevor ich tiefere Gefühle als die bereits vorhandenen hätte entwickeln können – dafür wäre ich noch lange nicht bereit gewesen. Was blieb von K. war das Gefühl, endlich wieder Nähe zulassen und mich auf etwas einlassen zu können. Ich war durch die Trennung nicht länger zu Eis erstarrt, sondern taute auf. Dafür bin ich K. dankbar.
Lektion L.
L. habe ich kurz vor Weihnachten während einer gemeinsamen Partynacht mit K. und K. kennengelernt – Manchmal geht mein Leben wohl L-Word’sche Wege. Bei dieser ersten Begegnung bekam ich nicht viel mehr von L. mit als ihren Namen. Zu sehr waren meine Augen zu diesem Zeitpunkt noch bei K. Nummer 2. Wochen später aber kam ich über zwanzig Ecken doch nochmal in Kontakt mit L. Es stellte sich heraus, dass sie an diesem Abend ein Date von K. Nummer 1 gewesen, jedoch abserviert worden war. Was folgte waren viel Geschreibe und bisher zwei großartige Partynächte. Ich mag sie.
Was ich aus dieser Geschichte lernen werde, ist noch völlig offen. Auch diese Lehrstunde werde ich auf mich zukommen lassen und bin gespannt, was sie mir bringen wird.
Vielleicht erzähle ich es euch ja irgendwann.
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Eines haben all diese Gesichter gemeinsam: man findet nur schwer Worte, um sie zu fassen und um anderen begreiflich zu machen, wie weh es tut. Stefanie, eine meiner besten Freundinnen, hat es für meine Begriffe geschafft, meinem persönlichen Liebesschmerz ein Gesicht zu geben. Das ist für all jene, die leiden, weil ihre Liebe gegangen ist. Es wird besser werden. Irgendwann.
Vom Ende der Liebe
– von Stefanie Drescher –
So so, Herr Doktor.
Herr Feind.
Bedenke mich mit deinem Blick. Verkenne mich mit deinem Urteil.
Schätze mich mit deiner Verachtung und trage mich auf Händen.
Zum Abgrund.
Hier entlang. Dort entlang. Querfeldein durch den Wahnsinn.
Durch die Heide des Irrsinns irre ich mit irrem Blick deinen Worten, deinen Fäden hinterher.
Gebogen, gefesselt. Die Handgelenke gebunden. An eisernen Schnüren.
Grau auf Rot auf weiß. Schneiden sie ins Fleisch.
Zerschneiden, zersetzen, zerfetzen
Zu schnell und zu langsam
Zu früh und zu spät
Glasige Augen und leerer Blick
Durch wortkarge Wälder hetzen
Zum Abgrund, zum Abgrund
Tief, tief hinab.
Herr Doktor, wie sehe ich aus?
Kreischende Geigen und schwarze Rosen
Kälte und Hitze
Feuersbrünste und Brandung wechseln, tosen
Ich dreh mich im Kreis, ich dreh mich am Spieß.
Ich dreh mich graziös und ich brenn.
Schmelzendes Porzellan, morsch
Zersplitterte erst und zerbarst
Scherben auf dem Grund des Meeres
Eingesunken in Staub.
Rühren, rühren.
Knochen und Fleisch.
Rühren, rühren.
Da ist nichts aufzuspüren.
Bin ich noch Ihr bestes Stück?
Im Abgrund, im Meer
Am Wendepunkt der Gezeiten
Wo Mehrsein zu wenig und zuviel
Und der Tod das anerkannte Ziel
Stößt sie sich vom Boden ab und gräbt sich ein
Durch die Wüsten der Einfalt
Versunken in ihrem Staub
Lautlos zersetzen, zerfetzen
Die Krebse den Verstand
Irres Lachen, irres Schweigen
Weiter durch die Klüfte des Zorns
Ich bin der Hass auf mich selbst
Auf das, was an mir hängt und ich nicht an ihm
Versinke im Morast der Gleichgültigkeit.
(Ist doch egal)
Ein Besuch in der Metropole der Einsamkeit
Ohne Begleitung, diesmal.
Diesmal für lange
Lange Zeit, Aufenthalt unbefristet
Abgetrieben abtreiben
Und verrückt genug bleiben
Um zu bleiben
Verkrochen in stickigem Trübsinn
Und ohne Erinnerung
An die Welt
Nun denn, abscheuliches Gesicht, ekelhafte Präsenz
Komprimierte Neonstaubkonzentration
In den Lungen, in den Augen
Brennt sie auf der Haut, verbrennt sie einmal mehr
Den Körper, der sich abwendet
Und den Geist
Aus dem Wahnsinn zuerst erstanden
Schwerelosigkeit und Tendenz zum Schwermut
Entstelltes Chaos, wohlgeformt
Bleiern und federleicht
Und einmal mehr mühelos um Vergessen bemüht.
Today, I’m gonna find a way to make it without you.
Trennungen sind schmerzlich. Juliette Gréco sagte dazu passend: „Liebe ist wie ein Verkehrsunfall. Man wird angefahren und fällt um. Entweder überlebt man – oder nicht. “
Juliette Gréco
Manchmal überlebt frau auch nicht. So gings mir, nachdem ich ihr, ihr Name ist ebenfalls Juliette, gebeichtet habe, dass ich ihr untreu war. Alles was ich berühre wird tot. Unsere Liebe war begraben.
Stille. Ich heulte, ich heulte bis es mir das Herz brach. Was habe ich getan? War es mir in diesem Moment bewusst, was ich tat? Und deren Folgen. Eine Konsequenzialistin würde sagen: Selber Schuld! Doch ich bin keine Konsequenzialistin, ich bin impulsiv hedonistisch. Meinetwegen könnt ihr mich verachten und eure Hände in Unschuld waschen. In einer Beziehung passieren Seitensprünge. Juliette war von dannen. Ihr war Treue wichtig, denn sie war es, als sie mich liebte.
Eine Woche später nicht mehr. Mit Snowboard ausgerüstet ging es nach Gstaad, wo sie einen Isreali kennen lernte. Und sich verliebt. Es war die einzig Positive Essenz, nach der ihre zerrissene Seele lechzte.
Alles was ich berühre wird tot. Wie vom Lastwagen überfahren wachte ich morgens auf und heulte eine Weile. Schon oft Beziehungen beendet aber ich erinnerte mich nicht wie krass shit ey weh das tut. Ich krepierte, trank über den Durst, wachte auf und weinte. Das Leben hatte keinen Sinn mehr.
Ohne sie war alles leer. Eigentlich gut für Buddhisten, denn zuerst muss frau das Glas (Bewusstsein) leeren, damit frau es wieder füllen kann. Fühlte sich aber nicht gut an. Ich vegetierte vor mich hin, manchmal war ich paralysiert. Keinen einzigen Schritt vorwärts. Ich war zurück gefallen.
Einen Tag nach der Trennung und in meiner Abwesenheit nahm sie all ihre beweglichen Sachen, welche bei mir ruhten mit und schrieb O-Ton: Arschloch, lass mich in Ruhe.
Ein ständig wiederkehrender Kreislauf. Nun war ich nicht froh drum, sondern sang: Ich schänke dir mis Herz, meh hani nöd du chasch es ha wännd wotsch, no mänge wo s würd näh aber dir würdis geh. Les coeurs qui s’aiment battent en même temps.
Nein danke. Sie nahm ihr Herz stattdessen zurück. Dazu ein Gedicht:
Meine Gefühle zu dir,
sind so stark, dass ich sie nicht halten kann.
Ich breche, erbreche einen Sog aus Hoffung und Eitelkeit.
Wirble herum, drehe um die eigene Achse, 10’000 Mal.
Suche Sinn, finde ihn verlierend.
Verstehe mal dich, dann wieder mich.
Kann keinen Nenner finden.
Keine Ruhe, keinen Schlaf.
Mutlos beginnt der folgenden Tag,
der nahtlos dem letzten gleicht.
Innerlich zersetzt mein Glaube an uns meine Innereien.
Versuche zu gehen, finde keinen Halt, falle zu Boden.
Denn meine Gedanken sind bei dir, meine Seele ist bei dir,
finde sie nicht wieder, finde mich nicht wieder.
Krieche vor den Spiegel, raffe mich auf,
sehe mich, erkenne mich, lächle mich an:
Wenn Liebe bedeutet, dem anderen gut tun zu wollen.
Auch wenn dies hiesse, wegzugehen.
Dann will ich dich lieben, weggehen.
Dich sein lassen, dich leben lassen.
Nur meine Seele hat noch nicht kapiert, dass wir gehen sollen.
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